Die Hackergruppe Rhysida hat 5,79 Terabyte Daten aus den Netzwerken des Berliner Senats im Darknet veröffentlicht. Die Gruppe war zwischen dem 7. und 12. August in die Systeme eingedrungen, woraufhin der Senat am 14. August betroffene Netzwerke abschaltete. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurde am 26. August in die Ermittlungen einbezogen. Der Senat lehnte eine Lösegeldanforderung von 30 Bitcoin ab, was zur schrittweisen Freigabe zahlreicher Dateien führte.
Der Cyberangriff verursachte erhebliche Störungen in Berliner Behörden. Etwa 50.000 Haushalte erlebten Verzögerungen bei Wohngeldauszahlungen, während Dienste in den Bereichen Verkehr, Umwelt und Wohnungsassistenz mehrere Tage lang beeinträchtigt waren. Die IT-Dienstleistungszentrum Berlin identifizierte zudem Passwörter, die in Quellcode von 21 Berliner Fachverfahren gespeichert waren.
Der anfängliche Zugang erfolgte vermutlich über eine Phishing-E-Mail mit einem TerminalFix/ClickFix-Szenario. Das Leak enthält auch sicherheitsbezogene Dokumente zum Berliner Luftraum.
Kernpunkte:
- Die Rhysida-Gruppe veröffentlichte 5,79 Terabyte Daten im Darknet.
- Die Daten wurden aus den Netzwerken des Berliner Senats gestohlen.
- Der Zugriff erfolgte zwischen dem 7. und 12. August.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)
