Ein Ransomware-Angriff hat am 7. Oktober 2026 die Cloud-Infrastruktur von IDC Frontier in der Region Ost-Japan 1 beschädigt und vier Verfügbarkeitszonen lahmgelegt. Der Angriff betraf 495 Unternehmen und Behörden. Der Betreiber trennte die betroffene Region ab, fuhr Systeme herunter und sperrte den Zugriff auf die Management-Konsole. Automatische Neustarts virtueller Server waren deaktiviert, und Wiederherstellungsfunktionen wie tägliche Snapshots, Veeam-Backups und automatische Datenbank-Failover waren gestört.
Die Angreifer behaupteten, innerhalb von etwa sieben Minuten Zugang erhalten zu haben, 239 Hypervisor und 225 Datenbanken/Speichersysteme verschlüsselt sowie über 16.000 virtuelle Festplatten manipuliert und 554.153 Snapshots gelöscht zu haben – IDC Frontier hat diese Angaben nicht bestätigt. Der genaue Angriffsweg, die Identität der Angreifer und mögliche Lösegeldanforderungen bleiben unklar.
Die japanische IT-Security-Agentur und das National Cybersecurity Center warnten am 9. Oktober vor dem Zwischenfall. Mehrere öffentliche und private Websites waren betroffen, darunter solche der Präfekturen Ibaraki und Shiga sowie von Unternehmen wie View Card, bei dem bis zu 6,09 Millionen Datensätze potenziell gefährdet waren.
Kernpunkte:
- Ein Ransomware-Angriff hat die Cloud-Infrastruktur von IDC Frontier in vier Verfügbarkeitszonen der Region Ost-Japan 1 stillgelegt.
- 495 Unternehmen und Behörden sind von dem Angriff betroffen.
- Virtuelle Server starten nicht automatisch neu.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)
