Die Berliner Senatsverwaltung ist Opfer eines schwerwiegenden Cyberangriffs geworden, bei dem die Ransomware-Gruppe Rhysida 5,79 Terabyte an sensiblen Daten entwendet hat. Die gestohlenen Daten umfassen E-Mails, Telefonnummern und Passwörter von Mitarbeitern sowie 46.500 Verträge, 80.000 Dokumente zu Ordnungswidrigkeiten und 6.000 Anmeldedatensätze. Die unbefugten Zugriffe begannen in der ersten Augustwoche; zwischen dem 7. und 12. August wurden erste Anzeichen registriert, woraufhin die betroffenen Netze am 14. August 2026 vom Internet getrennt wurden.
Die Ransomware-Gruppe kündigte eine Auktion der gestohlenen Daten mit Startgebot von 30 Bitcoin an. Das Chaos Computer Club warnte vor dem Missbrauchspotenzial, da die Kombination aus Gerichtsakten und Verwarnungen ideale Grundlagen für Identitätsdiebstahl und Betrug bietet. Besonders problematisch ist, dass Passwörter in ungesicherten Word-Dokumenten der Verwaltung gespeichert waren. Regierender Bürgermeister Kai Wegner betonte, dass Berlin sich nicht erpressen lassen wird. Die Wahlinfrastruktur war von dem Angriff nicht betroffen.
Kernpunkte:
- Die Berliner Senatsverwaltung meldete einen schwerwiegenden Cyberangriff.
- 5,79 Terabyte an sensiblen Daten wurden exfiltriert.
- Die Datenexfiltration betrifft E-Mails, Telefonnummern und Passwörter von Mitarbeitern.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)
