Berliner Senat diskutiert Cyberangriff, fehlerhafte Schutzplatten und Sicherheitsmaßnahmen

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Der Berliner Ausschuss für Inneres, Sicherheit und Ordnung behandelte einen Cyberangriff auf zwei Senatsverwaltungen (SenStadt und SenMVKU) ab 14. August 2026, bei dem die Senatskanzlei ein ICT-Notfallteam einrichtete und die betroffenen Systeme bis 22./23. August wiederherstellte. Nach bisherigem Kenntnisstand wurden nur nicht-sensitive Geodaten abgezogen; das Online-Antragsverfahren für Briefwahl war etwa einen Tag lang unterbrochen.

Die Behörde gab bekannt, dass 5.200 ballistische Schutzplatten von Rheinmetall, die 2017 an die Berliner Polizei geliefert wurden, ballistische Tests nicht bestanden. Die Polizei nahm die fehlerhaften Platten am 29. Juli 2026 sofort aus dem Verkehr und bestellte 2.000 Ersatzplatten bei einem anderen Hersteller; Berlin fordert 1,2 Millionen Euro Schadensersatz.

Weitere Themen waren die erfolgreiche ROADPOL Speedweek vom 3. bis 9. August 2026, bei der 12.413 Geschwindigkeitsverstöße erfasst wurden, sowie eine Richtigstellung zu Kottbusser Tor: Ein Bericht der Berlin Morgenpost basierte auf fehlerhaften Polizeidaten, das Gebiet bleibt weiterhin als kriminalitätsbelastet eingestuft. Der Senat plant AI-gestützte Videoüberwachung dort als Ergänzung zur Polizeipräsenz. Zusätzlich wurde die vorübergehende Schließung einer Beweissicherungsstelle wegen Arbeitssicherheitsmängeln angesprochen; geplant ist eine neue gemeinsame Einrichtung für Justiz und Polizei am Kriminaltechnischen Institut.

Kernpunkte:

  • Ein Cyberangriff betraf ab 14. August 2026 die Senatsverwaltungen SenStadt und SenMVKU.
  • Die Senatskanzlei richtete ein ICT-Notfallteam ein und stellte die betroffenen Systeme bis 22./23. August 2026 wieder her.
  • Nach aktuellem Kenntnisstand wurden nur nicht-sensitive Geodaten beim Cyberangriff abgezogen.

Quelle: Abgeordnetenhaus Berlin — Ausschuss Inneres, Sicherheit und Ordnung (Deutsch)