Zwei Berliner Senatsverwaltungen sind aufgrund eines Cyberangriffs offline. Der Vorfall offenbart langbekannte und ungelöste Sicherheitsprobleme in Berlins öffentlicher Verwaltung. Seit dem Angriff auf das Berliner Kammergericht 2019 besteht ein massives IT-Sicherheitsproblem, das ungelöst bleibt.
Kritiker führen das Problem auf politische Untätigkeit, massive Sparmaßnahmen und dezentralisierte IT-Verantwortung zurück. Die CDU-SPD-Koalition hat allein im Doppelhaushalt 2026/2027 mehr als 50 Millionen Euro aus dem Digitalisierungsetat gestrichen. Etwa zwei Drittel aller Senatsverwaltungen und Landesbehörden sind noch selbst für ihre IT-Sicherheit verantwortlich.
Experten fordern Modernisierung, Standardisierung und Zentralisierung der IT-Sicherheit unter dem IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ), um die Daten Berliner Bürger zu schützen.
Kernpunkte:
- Zwei Berliner Senatsverwaltungen sind offline, weil sie Ziel eines Cyberangriffs waren.
- Berlin hat seit dem Angriff auf das Berliner Kammergericht 2019 ein massives IT-Sicherheitsproblem.
- Die Koalition aus CDU und SPD hat allein im Doppelhaushalt 2026/2027 mehr als 50 Millionen Euro aus dem Digitalisierungsetat gestrichen.
Quelle: Tagesspiegel (Deutsch)
