Sicherheitsexperte warnt vor jahrelangen Folgen des Hacks der Berliner Verwaltung

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Die Hackergruppe Rhysida hat die Berliner Verwaltung angegriffen und möglicherweise weitere hochsensible Daten gestohlen. IT-Sicherheitsexperte Manuel Atug warnt, dass gestohlene Daten Betroffene über Jahrzehnte hinweg schädigen könnten. Er kritisiert die mangelhafte IT-Sicherheit der Verwaltung und erhebliche Sparmaßnahmen im Cybersecurity-Bereich.

Die Verwaltung entdeckte den Hackerangriff am 14. August. Die Angreifer erbeuteten Daten über mehrere Tage und forderten 30 Bitcoin als Lösegeld. Nach Ablehnung durch den Senat veröffentlichte Rhysida etwa 1,2 Millionen Dateien im Darknet. Insgesamt wurden circa 5,8 Terabyte an Daten gestohlen, darunter auch ein Ausweis und eine digitale Signatur der Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde.

Unter den gestohlenen Unterlagen befanden sich auch unsicher gespeicherte Passphrasen wie „Sonnenschein13" und Verschlussmaterial. Der Senat engagierte das US-Unternehmen CrowdStrike zur Untersuchung, wobei der Bezirk Lichtenberg die Installation der FalconAgent-Software zunächst ablehnte. Berlin investiert hingegen 16 Millionen Euro in KI-Kameras, während die IT-Sicherheit 2025 um 44 Prozent gekürzt wird.

Kernpunkte:

  • Die Hackergruppe Rhysida könnte weitere hochsensible Daten veröffentlichen.
  • Betroffene Personen, deren Daten gestohlen wurden, könnten jahrelang durch Kriminelle geschädigt werden.
  • Die Berliner Verwaltung entdeckte einen Hackerangriff am 14. August.

Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)