Phishing-Kampagne über Google Cloud erreichte 3.200 Organisationen weltweit

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Cyberkriminelle haben eine Funktion von Google Cloud Application Integration ausgenutzt, um eine massive Phishing-Kampagne zu starten, die traditionelle Sicherheitsfilter umging und Tausende Organisationen weltweit erreichte. Im Dezember 2025 wurden über 9.000 E-Mails an etwa 3.200 Organisationen in den USA, Europa, Kanada, Lateinamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum verschickt, um Anmeldedaten über gefälschte Microsoft-Anmeldeseiten zu stehlen. Google hat daraufhin spezifische Schutzmaßnahmen implementiert.

Im August 2026 ordnete die indische Cyber Crime Coordination Centre (I4C) die Entfernung von 57 Firebase-gehosteten Websites, die SBI-, ICICI- und Axis-Bank-Portale imitierten und für Phishing, Malware-Verbreitung und Finanzbetrug genutzt wurden. Der wirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität in Indien betrug 2025 schätzungsweise 2,4 Milliarden US-Dollar.

Googles Threat Intelligence Group identifizierte drei russische Spionagecluster (UNC6293, UNC7005 und UNC5976), die Wissenschafts-, Verteidigungs- und Regierungssektoren in Europa, der Ukraine und den USA ins Visier nehmen. Diese Gruppen nutzen fortgeschrittene Techniken zur Diebstahl von Authentifizierungsdaten, einschließlich OAuth-Consent-Missbrauch und WhatsApp-Device-Linking. Seit März 2026 hat Google zwölf damit verbundene Domains unterbunden.

Kernpunkte:

  • Cyberkriminelle nutzen eine Google-Cloud-Application-Integration-Funktion für massive Phishing-Angriffe.
  • Die Phishing-Angriffe verwendeten legitime Google-Absenderadressen und umgingen traditionelle Sicherheitsfilter.
  • Eine Kampagne im Dezember 2025 verschickte über 9.000 E-Mails an etwa 3.200 Organisationen in USA, Europa, Kanada, Lateinamerika und APAC.

Quelle: Borns IT-Blog (Deutsch)