BSI identifiziert TerminalFix als Angriffsvektor bei Berliner Cyberangriff

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat TerminalFix als Einstiegspunkt für den Cyberangriff auf Berliner Behörden identifiziert. Die Angreifer der Gruppe Rhysida nutzten dabei Phishing, ein gefälschtes Captcha und PowerShell-Befehle, um in die Netze des Senats einzudringen. Zwischen dem 7. und 12. August 2026 wurden Daten aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz abgezogen. Die betroffenen Bereiche wurden am 14. August vom Staatsnetz isoliert.

Die Senatskanzlei informierte am 17. August über einen ICT-Zwischenfall. Am 28. August forderten die Angreifer ein Lösegeld, das Regierungsbürgermeister Kai Wegner ablehnte. Der Spiegel berichtete, dass Rhysida 30 Bitcoin forderte. Am 4. September veröffentlichten die Kriminellen etwa 1,44 Millionen Dateien im Darknet, darunter persönliche Dokumente, Finanzunterlagen und Informationen zu Berlins kritischer Infrastruktur. Das BSI warnte daraufhin am 5. September vor erhöhtem Bedrohungsniveau.

Die Senatsverwaltungen waren bereits ab dem 24. August wieder in Betrieb. Sprecher Florian Hauer erklärte am 27. August, dass der Angriff wahrscheinlich eindämmt sei, konnte aber Auswirkungen auf personenbezogene Daten nicht ausschließen. TerminalFix ist eine Variante der von Microsoft im Februar 2026 verwarnten ClickFix-Kampagne. Der CCC-Sprecher Joachim Selzer warnte am 30. August vor Identitätsdiebstahl und Betrugsverhältnissen.

Kernpunkte:

  • Das BSI warnt vor einer neuen Angriffskampagne namens TerminalFix.
  • TerminalFix war der Einstiegspunkt für Cyberkriminelle in Netze des Senats.
  • Der Angriff führte zu massivem Datenabfluss mit teilweise kritischen Informationen.

Quelle: heise Security (Deutsch)